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Wärmepumpe Altbau
Wärmepumpe im Altbau
Aktuell gelten Wärmepumpen als das Heizsystem der Zukunft: Sie sind nachhaltig, da sie ohne die Verbrennung fossiler Brennstoffe auskommen und nur geringe Betriebskosten benötigen. Aus diesem Grund findet die Wärmepumpe Einzug in jede dritte neugebaute Immobilie. Doch wie sieht es aus mit einer Wärmepumpe im Altbau? Ist die Umrüstung auf eine moderne Wärmepumpe im Altbau sinnvoll und realisierbar? Kurz gesagt: Dies ist von zahlreichen Faktoren abhängig und die Möglichkeiten sind heute vielfältiger denn je. In der Regel lässt sich eine Wärmepumpe auch in einem Altbau realisieren. Insbesondere moderne Hochtemperaturwärmepumpen (HTWP) eröffnen neben den bewährten Systemen völlig neue Wege für die energetische Sanierung. Wir empfehlen Ihnen, sich in jedem Fall von uns – Ihren Experten Montag & Rappenhöner in Herkenrath, Bergisch Gladbach – ausführlich zu diesem Thema beraten zu lassen. Wir besichtigen Ihre Immobilie und berücksichtigen alle Details, die für diese Entscheidung relevant und wichtig sind. Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf und vereinbaren Sie einen Termin!
Voraussetzungen für eine Wärmepumpe im Altbau
In der Regel lässt sich eine Wärmepumpe im Altbau nachrüsten, sofern verschiedene Voraussetzungen erfüllt werden. Dann arbeitet sie – gemäß ihrem Zweck – besonders sparsam, umweltfreundlich und kosteneffizient. Der entscheidende Faktor für die Planung ist dabei die Vorlauftemperatur. Hierbei handelt es sich um die Temperatur des wärmeübertragenden Mediums nach dem Erhitzen durch die Wärmepumpe. Das auf die Vorlauftemperatur erwärmte Heizmedium wird anschließend in den Heizkreis geleitet und gibt die Wärme an die einzelnen Räume ab. Die Höhe der Vorlauftemperatur richtet sich nach den wärmeabgebenden Flächen sowie dem Wärmebedarf der Räumlichkeiten bzw. der Heizlast.
Dank technischer Fortschritte gibt es heute für nahezu jede Gebäudegröße und jeden Sanierungszustand hocheffiziente Lösungen:
- Konventionelle Wärmepumpen: Für einen besonders wirtschaftlichen Betrieb ist hier eine niedrige Vorlauftemperatur von maximal 55 °C ideal. Dies wird meist durch entsprechende Dämmungsmaßnahmen, Flächenheizsysteme wie Fußbodenheizungen bzw. großflächige Heizkörper erreicht.
- Hochtemperaturwärmepumpen: Diese Systeme sind die hocheffiziente Lösung für alte Mehrfamilienhäuser und große Gebäude. Sie liefern Vorlauftemperaturen von bis zu 75 °C. Damit erzielen Sie auch in unsanierten Altbauten eine hohe Heizleistung und sparen deutlich Energiekosten ein – in der Regel ohne aufwendige Umbauten an den vorhandenen Heizkörpern.
Niedrige Vorlauftemperatur wichtig
Die benötigte Vorlauftemperatur der Wärmepumpenheizung spielt eine wichtige Rolle bei der Entscheidungsfrage für oder gegen das Heizsystem. Bei der Vorlauftemperatur handelt es sich um die Temperatur des wärmeübertragenden Mediums nach dem Erhitzen durch die Wärmepumpe. Das auf die Vorlauftemperatur erwärmte Heizmedium wird anschließend in den Heizkreis geleitet und gibt die Wärme an die einzelnen Räume ab. Die Höhe der Vorlauftemperatur richtet sich nach den wärmeabgebenden Flächen sowie dem Wärmebedarf der Räumlichkeiten bzw. der Heizlast. Eine niedrige Vorlauftemperatur ist bei einer Wärmepumpe wichtig, da sie Einfluss auf die Effizienz und die damit verbundenen Energiekosten des Heizsystems hat. Aktuelle Studien ergaben, dass die Vorlauftemperatur maximal 55 °C betragen sollte, damit sich eine Wärmepumpe im Altbau rentiert und wirtschaftlich betrieben werden kann.
Wärmepumpe und vorhandene Heizkörper
Physikalisch gilt: Je niedriger die benötigte Vorlauftemperatur, desto weniger Energie muss die Wärmepumpe aufwenden. Daher galten großflächige Heizsysteme lange als Voraussetzung für maximale Effizienz. Klassische Heizkörper in Altbauten sind allerdings oft kleiner dimensioniert und benötigen daher höhere Vorlauftemperaturen. Dank technischer Fortschritte müssen Sie heute keine Kompromisse mehr bei der Wirtschaftlichkeit eingehen.
Sowohl für die Sanierung als auch den Bestandserhalt bieten sich zwei hocheffiziente Wege an:
- Der klassische Weg: Anpassung der Heizflächen
Konventionelle Wärmepumpen arbeiten am wirtschaftlichsten bei einer Vorlauftemperatur von maximal 55 °C. Aus diesem Grund sollten kleine Heizkörper im Altbau gegen großflächigere Modelle ausgetauscht werden, damit die Heizleistung steigt. Ist kein Platz für größere Heizkörper vorhanden, können beispielsweise auch Niedertemperaturheizkörper eingesetzt werden. Diese leisten durch ihre spezielle Konstruktion eine höhere Wärmeübergabe. Dadurch ist es möglich, dass die Heizkörper auch mit niedriger Vorlauftemperatur ausreichend Wärme an die Räumlichkeiten abgeben, sodass es in Ihren Räumen wohlig warm ist.
- Für Mehrfamilienhäuser & große Gebäude: Erhalt des Bestands durch Hochtemperatur-Technik
Besonders in Mehrfamilienhäusern und großen Gebäuden kann die Hochtemperaturwärmepumpe die optimale Lösung sein, um aufwendige Umbauten in den einzelnen Räumlichkeiten zu vermeiden. Diese Technologie wurde speziell entwickelt, um bestehende Heizsysteme und klassische Heizkörper wie Gussradiatoren zuverlässig mit Vorlauftemperaturen von bis zu 75 °C zu versorgen. Selbst bei Außentemperaturen von -15 °C liefern diese hocheffizienten Systeme die nötige Wärme. Damit gestaltet sich der Umstieg selbst in großen Wohn- und Gewerbegebäuden in der Regel einfach und wirtschaftlich, da die Modernisierung zentral erfolgt und die bestehende Verrohrung meist unverändert bleiben kann.
Möglicher Maßnahmenplan im Altbau nach Baujahr
Beispielhaft möchten wir Ihnen nachstehend verschiedene Maßnahmen vorstellen, die je nach Baujahr Ihres Altbaus für die Nachrüstung einer Wärmepumpe heute sinnvoll sind. Dennoch ist jedes Gebäude sehr individuell und eine Begutachtung durch Ihre Heizungsexperten aus Herkenrath, Bergisch Gladbach, empfohlen.
- Häuser nach 1995: Bei nach 1995 gebauten Häusern müssen in der Regel keine Heizkörper ausgetauscht werden, da diese bereits mit gutem Wärmeschutz gemäß Wärmeschutzverordnung Wärmeschutz von 1994 gebaut wurden. Eine Prüfung aller Heizkörper ist aber auch in diesen Häusern unerlässlich, da wirklich jeder einzelne davon aus Effizienzgründen bestmöglich ausgelegt sein sollte. Üblicherweise arbeitet eine konventionelle Wärmepumpe hier meist hocheffizient und lässt sich ohne große Änderungen am Verteilersystem integrieren.
- Häuser von 1978 bis 1995: Bei Häusern, die zwischen 1978-1995 gebaut wurden, galt die erste Wärmeschutzverordnung von 1977, die auf Grundlage des Energieeinsparungsgesetzes vom 22. Juli 1976 erlassen wurde. Bei Häusern aus dieser Zeit wird für den Betrieb einer konventionellen Wärmepumpe in der Regel ein Heizkörpertausch notwendig, aber dann auch ausreichend sein. Besonders in Mehrfamilienhäusern bietet die Hochtemperatur-Wärmepumpe hier eine flexible Alternative: Sie ermöglicht den direkten Umstieg auf ein zukunftssicheres System, ohne dass aufwendige Modernisierungen an den Heizflächen in den einzelnen Wohneinheiten durchgeführt werden müssen.
- Häuser vor 1978: Selbst bei Häusern, die vor 1978 gebaut wurden und keiner Wärmeschutzverordnung unterliegen, ist in der Regel eine Wärmepumpe realisierbar. Für eine konventionelle Wärmepumpe ist allerdings in der Regel zusätzlich die Verbesserung der Gebäudehülle durch Dämmung der Außenwand oder des Daches notwendig. Auch der Austausch von Fenstern und Türen ist hier meistens notwendig. Zur effizienten Nutzung einer Wärmepumpe in diesen Altbauten müssen aber meistenteils nicht all diese Dämmungsmaßnahmen durchgeführt werden. Für große Gebäude und Mehrfamilienhäuser eröffnet die Hochtemperatur-Technologie heute völlig neue Möglichkeiten: Sie erlaubt einen effizienten und wirtschaftlichen Betrieb oft auch ohne eine sofortige Volldämmung der Fassade oder des Daches. Dies schont nicht nur das Investitionsbudget, sondern vermeidet auch baulichen Stress für die Bewohner, da die Modernisierung zentral erfolgt.
Hybridheizung: alte oder neue Gas-/Ölheizung mit Wärmepumpe verknüpfen
Ist Ihre vorhandene Gas- oder Ölheizung noch intakt, bietet sich unter Umständen eine Hybridheizung als Alternative zu einem Heizungstausch an. Hierbei wird Ihre alte Gas-/Ölheizung mit einer Wärmepumpe nachgerüstet. Die alte Gas- oder Ölheizung springt über eine voreingestellte Regelung immer dann zusätzlich an, wenn der Betrieb der Wärmepumpe zu teuer wird. Die Installation eines Hybrid-Systems kann auch mit der Einbindung einer neuen Gasbrennwertheizung sinnvoll sein – muss aber im Einzelfall geprüft werden.
Besonders leistungsstark: Während konventionelle Wärmepumpen in Hybridsystemen oft Unterstützung benötigen, können moderne Hochtemperatur-Wärmepumpen die Last im Mehrfamilienhaus häufig bereits komplett allein tragen. Ob eine reine Wärmepumpen-Lösung oder ein Hybrid-System für Sie wirtschaftlicher ist, prüfen wir individuell für Ihr Objekt.
Zukunftssicherheit mit Wärmepumpen
Die wirtschaftliche Attraktivität einer Wärmepumpe ergibt sich heute vor allem aus dem Zusammenspiel von gesetzlicher Pflicht und langfristiger Kostenkontrolle: Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) verpflichtet Eigentümer bereits jetzt zu energetischen Maßnahmen bei Modernisierungen. Ab 2027 sorgt zudem der europäische Emissionshandel für zusätzliche Preisaufschläge bei fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas.
Ein entscheidender Faktor für Vermieter: Da Sie je nach Energiestandard Ihrer Immobilie einen erheblichen Teil der CO2-Abgabe selbst tragen müssen und diese Kosten nicht vollständig auf die Mieter umlegbar sind, schützt eine Wärmepumpe gezielt Ihre Rendite. Gleichzeitig profitieren Ihre Mieter von real sinkenden Betriebskosten, was eine mögliche Modernisierungsumlage abfedert und die Attraktivität Ihrer Wohneinheiten steigert. So sichern Sie den Werterhalt Ihrer Immobilie und machen Ihr Objekt zukunftssicher gegenüber steigenden gesetzlichen und finanziellen Belastungen.
Fördermöglichkeiten für Wärmepumpen im Altbau
Wärmepumpen werden auf Grundlage des Gebäudeenergiegesetzes 2024 durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) umfangreich gefördert. Die Förderung muss bei der KfW-Bank beantragt werden und umfasst aktuell attraktive Zuschüsse für den Heizungstausch. Darüber hinaus bietet die KfW-Bank Tilgungszuschüsse und zinsgünstige Darlehen im Rahmen von Förderprogrammen für beispielsweise energieeffizientes Sanieren von Altbauten. Ebenfalls sind Steuervorteile für den Heizungstausch möglich. Wir beraten Sie gerne zu der für Sie optimalen Förderstrategie und unterstützen Sie bei der Antragsstellung.
Wärmepumpe nachrüsten: Beratung durch Heizungsexperten
Sie sehen: Die Frage, ob eine Wärmepumpe für Ihren Altbau sinnvoll ist oder nicht – und für welches System Sie sich entscheiden sollten – lässt sich nicht pauschal beantworten.
Wenn Sie eine Wärmepumpe nachrüsten möchten, nehmen Sie gerne unsere Beratung in Anspruch. Wir besprechen Ihre Wünsche, ermitteln die Heizlast bzw. den Wärmebedarf des Altbaus, die Heizleistung der vorhandenen Heizkörper bzw. der vorhandenen Heizung und damit verbunden die vorhandenen Potenziale. Selbstverständlich berücksichtigen wir Ihre finanziellen Optionen unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Fördermöglichkeiten. Anschließend übernehmen wir die Planung und Umsetzung im Full Service zum Festpreis und unterstützen Sie von A-Z.
Nehmen Sie Kontakt auf – wir sind gerne für Sie da!